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St. Georg Allfeld St. Michael Billigheim St. Katharina Katzental St. Kilian Schefflenz-O. Unbefl. Empf. Schefflenz-U. St. Martin Sulzbach St. Nikolaus Waldmühlbach

St. Martin Sulzbach

Geschichte
Aussenansicht der Pfarrkirche St. Martin Sulzbach

Sulzbach ist eine Ausbausiedlung der Merowingerzeit und wird im Jahre 775 anlässlich einer Güterschenkung an das Kloster Lorsch erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bezieht sich auf den Bach, entlang dem Sulzbach heute als typisches Straßendorf liegt.

In den nächsten 800 Jahren wechselte Sulzbach häufig den Besitzer, angefangen von dem Deutschherren Ritterorden (um 1200), über den Stift Worms, den Rittern Dieter und Eberhard von Obrigheim, das Stift Mosbach bis zuletzt zum Kurfürsten Ludwig V. von der Pfalz im Jahre 1526. Bis 1803 gehörte der Ort zur pfälzischen Kellerei Lohrbach, danach zum Fürstentum Leiningen und seit 1806 zum Großherzogtum Baden.

Verbunden mit den vielen verschiedenen Besitzern sind auch 10 Bekenntniswechsel in 130 Jahren bekannt, darunter waren die Religionen kalvinisch, lutherisch, reformiert und katholisch, wie es auch heute noch der Großteil der Bevölkerung ist. Sulzbach hat heute ca. 1800 Einwohner.

Schon bei der Ersterwähnung im Jahre 775 ist von einem Gutshof und einer Kirche die Rede, von der freilich nichts mehr übrig ist. Das heutige Kirchengebäude stammt in seiner jetzigen Form aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Es dominiert mit seinem wuchtigen Turm und seiner hellen Farbe das Ortsbild von Sulzbach. Der Sage nach geht der Turm der Kirche auf einen römischen Wachturm zurück. Obwohl dies höchstwahrscheinlich nicht der Fall ist, stellt der Turm doch den ältesten Teil der Kirche dar.

Innenraum
Innenansicht der Pfarrkirche St. Martin Sulzbach; Blick zum Altar

Der Innenraum der Kirche wurde zu Beginn der 1980er Jahre in seiner heutigen Form gestaltet. Die Geradlinigkeit und Schlichtheit des neoklassizistischen Raumes wird durch Statuen und Bilder aufgelockert. Die großflächigen Rundbogenfenster lassen den Raum mit ihrem Licht hell und freundlich erscheinen.

Innenansicht der Pfarrkirche St. Martin Sulzbach; Blick zur Empore

Im Jahre 1997 wurde die neue Orgel von Orgelbaumeister Popp aus Altheim fertiggestellt. Sie dominiert den hinteren Teil der Kirche. Mit ihrer Disposition erlaubt sie eine würdige Umrahmung der Gottesdienste, unterstützt aber auch unseren Kirchenchor bei sinfonischen oder konzertanten Aufführungen.

Waldkapelle
Waldkapelle am Ortsrand

Am Ortsausgang zum Fernichwald steht am Rand des Waldes eine Marienkapelle. Sie ist in Privatbesitz der Familie Egner, wird aber auch von der Dorfgemeinschaft und der Pfarrgemeinde liebevoll gepflegt. Im Mai ist sie Ort von Maiandachten. Den Spaziergänger lädt sie zum Verweilen und Ausruhen ein.

Waldkapelle, Andachtsbild

Das Andachtbild an der Frontseite der Kapelle zeigt Maria inmitten des heimischen Waldes, umgeben von Waldtieren und andächtigen Gläubigen. Das Bild wurde von Pfarrer Walz gemalt, der Mitte des letzten Jahrhunderts Pfarrer von Sulzbach war. Sicherlich wollte er mit dem Bild ausdrücken, dass Maria auch hier im Wald von Sulzbach nahe und ansprechbar ist.