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Kindergarten St. Katharina Katzental - Konzeption

Der Kindergarten ist eine Einrichtung, die familienergänzend arbeitet, aber in keinem Fall die Erziehung der Familie ersetzen kann. Der Kindergarten hat einen Erziehungs- und Bildungsauftrag und soll die geamte Entwicklung des Kindes fördern.

Was brauchen Kinder?

Kinder brauchen in erster Linie das Gefühl von Liebe, Geborgenheit und Angenommensein um selbstsicher zu werden und ein eigenes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Doch auch Regeln und Grenzen sind für die Entwicklung der Kinder von Wichtigkeit und bieten Orientierungshilfe für ihr Leben. Dazu ist es auch von großer Bedeutung den Kindern Raum für ihre Entwicklung zu bieten.

Raum für:
  • Körperliche Erfahrungen
  • Kognitives (intellektuelles) Erleben
  • Gefühle erfahren, wahrnehmen und erleben
  • Natur kennenlernen
  • Kreativität und Phantasie
  • Sinneswahrnehmung
  • Kommunikation
  • Veränderbarer Raum für eigene Bedürfnisse

Der Tagesablauf

1. Begrüßung des Kindes

Es ist wichtig, dass das Kind von den Eltern in den Gruppenraum begleitet wird und der Erzieherin übergeben wird. Das Kind löst sich von der Mutter/dem Vater los, wird von den Erzieherinnen begrüßt und kann sich umschauen nach Freunden und Spielen.

2. Freispiel

Das Kind kann sich entscheiden, womit, mit wem und in welchen Zeitraum es spielen möchte.

Spielbereiche sind:

  • Puppenecke
  • Bauecke
  • Kuschel- und Bilderbuchecke
  • Mal- und Bastelbereich
  • Puzzles
  • Gesellschaftsspiele
  • Konstruktionsspiele
  • Hingabespiele (Motorikschleife)
  • Mitmachen bei Freispielangeboten

Während des Freispiels ist es die Rolle der Erzieherin, den Kindern Anspielhilfen zu geben und sich nach und nach aus dem Spiel der Kinder zurückzuziehen. Wir achten auch darauf, dass das Kind in verschiedenen Spielbereichen tätig ist, sein gewähltes Spiel zu Ende spielt, sich alleine oder mit Freunden (ohne Erzieherin) beschäftigen kann, das gewählte Spielmaterial nach Beendigung des Spieles wieder aufräumt.

3. Freispielangebote

Während der Freispielzeit werden mit den Kindern oft verschiedene Angebote gemacht, z.B. Bastelarbeiten, kreatives Gestalten, Kochen etc.

4. Gemeinsames Essen

Nach dem Aufräumen des Gruppenraumes gehen die Kinder zur Toilette, und setzen sich dann gemeinsam an die Tische. Vor dem Essen beten wir mit den Kindern und singen ein Gebetlied. Das gemeinsame Essen findet in unserem Kindergarten statt, da hierbei auch die Kinder, die "schlechte Esser" sind, sich zum Essen animieren lassen, und weil in den Gruppenablauf eine Ruhephase einkehrt. Nach dem Essen gehen wir mit den Kindern Zähneputzen. Am Nachmittag findet meist ein freies Essen statt, da die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten Hunger haben.

5. Feste Angebote im Wochenrhythmus

An unserer Pinnwand können die Kinder die festen Angebote anhand von Zeichen ablesen. Folgende feste wöchentliche Angebote kann man dort entnehmen:

Montag, Teiletag: Die Kinder teilen ihr mitgebrachtes Essen.

Dienstag, Turntag: In zwei alterspezifischen Gruppen wird unterschiedliches, dem Alter entsprechendes Turnen und Rhythmik angeboten.

Mittwoch, Koch- oder Waldtage: Ein Mal pro Monat machen wir einen Kochtag. Die Kinder bringen die benötigten Kochutensilien mit und helfen beim zubereiten der Speisen.

Außerdem findet ein Mal im Monat ein Waldtag statt. An diesem laufen wir mit den Kindern in den Wald und erforschen spielerisch die Natur. An diesem Tag werden zwei Mahlzeiten von den Kindern mitgebracht und im gemeinsamen Kreis im Waldsofa gegessen. Der Kindergarten geht an diesen beiden Tagen von 7.30 - 13.30 Uhr.

Donnerstag, Schulanfängertag: Die Vorschüler sollen sich selbst als Gruppe erfahren und in gemeinsamen Angeboten Zusammengehörigkeit erleben. -> Teiletag

Freitag, Musikschule von 9.00 - 10.00 Uhr

6. Beschäftigungen

Es finden meist nach dem Essen gezielte Beschäftigungen mit allen Kindern oder mit Kleingruppen statt, wie beispielsweise:

  • Stuhlkreisbeschäftigungen: Lieder, Kreisspiele, Bilderbuchbetrachtungen, Gespräche, Experimente, usw.
  • Spiel im Garten
  • Naturerkundungen bei Spaziergängen

7. Besonderheiten

Abweichungen im Tagesablauf der Kindergruppe gibt es, wenn besondere Aktivitäten anstehen, wie:

  • Geburtstagsfeiern
  • Feiern im Jahresablauf (Fasching, Ostern, Sommerfest, Erntedank, Nikolaus, Weihnachten)

8. Anziehen und Verabschieden der Kinder

Beim Anziehen gehen die Kinder in die Garderobe. Wir versuchen, bei den Kindern das eigenständige Anziehen von Jacken und Schuhen zu fördern.

Schwerpunkt: Spielen

Das Spielen ist die Hauptbeschäftigung der Kinder im Kindergarten. Das Kind kann vieles neues in Erfahrung bringen und ausprobieren und verschiedene Fähigkeiten spielerisch erlernen. Das Spiel ist für die Kinder der Raum, in dem sie ihre Wünsche und Bedürfnisse frei ausleben können, ihren Impulsen zu folgen und erlebte Situationen aus dem Alltag zu verarbeiten.

Spielformen sind:

  • Konstruktionsspiele
  • Rollenspiele
  • Regelspiele
  • Hingabespiele

Mit der Entwicklung des Kindes ist zu beobachten, dass die verschiedenen Spielformen wechseln und eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Schwerpunkt: Soziales Lernen

Das Erlernen von sozialem Verhalten streift alle Bereiche der Kindergartenarbeit. Es ist ein übergreifendes Erziehungsziel und trägt bei der Persönlichkeitsentwicklung der Kinder dazu bei, das Selbstvertrauen und die Selbständigkeit zu fördern, die Kommunikationsfähigkeit zu fördern, Mißerfolge zu ertragen und seine eigenen Bedürfnisse auch einmal aufzuschieben zu Gunsten eines anderen Kindes oder der Gruppe. Das Kind versucht beim sozialen Lernen, sich in eine Gruppe zu integrieren, doch dies ist nicht als einseitiger Anpassungsprozeß zu werten, sondern auch die Gruppe muß sich nach den Bedürfnissen des einzelnen Kindes richten. Das Kind steht im Beziehungsfeld: Kind - Gruppe - Erwachsener.

Soziales Lernen ist erkennbar in:

  • sozialer Kontaktaufnahme
  • Bildung von Freundschaften und Kleingruppen
  • Streiten und sich Versöhnen
  • sozialer Verantwortung (ich-wir)
  • Beachtung von Regeln
  • kooperativem Handeln
  • Hilfsbereitschaft

Schwerpunkt: Religiöse Erziehung

In unserem Kindergarten legen wir großen Wert auf die religiöse Erziehung der Kinder, um Grundlagen der Religiosität zu schaffen oder zu erweitern, da diese ein wichtiger Wesenszug des Menschen sind. Die religiöse Erziehung beginnt schon damit, daß den Kindern Wertmaßstäbe vermittelt werden im Umgang mit den Menschen und der Schöpfung.

Durch biblische Texte, religiöse Geschichten und Bilderbücher, das Feiern von religiösen Festen, das Beten und Singen von religiösen Liedern, aber auch in aktuellen Gruppensituationen versuchen wir, den Kindern den Glauben näher zu bringen.

Hierbei ist zu erwähnen, dass die religiöse Erziehung in der Familie eine sehr große Rolle spielt, da die Eltern das Vorbild der Kinder sind und die religiösen Gepflogenheiten der Familie meist von den Kindern übernommen werden.

Schwerpunkt: Spracherziehung

Die Sprache ist ein Bereich, der im Kindergarten übergreifend ist und in allen Bereichen der Erziehung mitspielt. Uns ist es ein Anliegen, die Sprache der Kinder zu fördern und ihren Wortschatz zu erweitern. Denn hauptsächlich durch die Sprache ist es möglich, sich mit anderen Menschen und der Umwelt auseinanderzusetzen. Gesehenes und Erlebtes wird durch die Sprache weitergegeben und hinterfragt. Das Kind erwirbt durch den Umgang mit Büchern neues Wissen und wird in seiner Phantasie angeregt.

Wir achten darauf, die Kinder in ihrem Sprechen anzuregen in beinahe allen Situationen des Kindergartenalltags. Hier können die Kinder die Sprache erleben mit Gestik und Mimik, hören und selbst sprechen, um sich dadurch mitzuteilen.

Gezielte Spracherziehung im Stuhlkreis findet statt bei:

  • Gesprächen
  • Bilderbuchbetrachtungen
  • Erzählen von Geschichten und Märchen
  • Lernen und singen von Liedern
  • Lernen und sprechen von Fingerspielen, Reimen, Gedichten
  • Erraten von Rätseln
  • Kreisspielen
  • Rollenspielen